Wassersportzentrum Heeg:

Aalhandel mit London wich dem Bootebau und Vermietung

Een kijkje aan boord van de Korneliske Ykes II, een replica van een originele Hegemer palingaak, die in 2009 te water werd gelaten.
Ein Blick an Bord der Korneliske Ykes II, ein Nachbau der originalen Hegemer Palingaak, der 2009 vom Stapel gelaufen ist.

HEEG (NL) - Heeg ist einer der turbulentesten Wassersportorte Frieslands. Das Angebot an Wassersportbetrieben, Ferienunterkünften und Veranstaltungen ist immens. Denn das können die Heeger besonders gut: Eine gesellige Atmosphäre schaffen - für Jung und Alt.

Jahrhunderte lang exportierten die Fischer aus Heeg Aal nach London. Dort, an der Themse bei der Tower Bridge hatten ihre ca. 18,50 m langen Segelkähne feste Liegeplätze, um die noch lebenden Aale an den Mann zu bringen. In die mit Wasser gefüllten Fischerbehälter der Plattbodenschiffe passten rund 7.500 bis 10.000 kg Aal.

Friesischer Aal
Die friesischen Aale schlüpfen noch immer im Saragossameer (Bermuda), wo sich die Larven zu Glasaalen entwickeln. In diesem Stadium schwimmen sie zu den friesischen Gewässern, wo sie zu ausgewachsenen Aalen heranwachsen.
Der Aalbestand in Friesland und den umliegenden Gewässern ging nach dem Bau des Abschlussdeiches 1932 rasch zurück. Die bis dahin salzige Zuiderzee wurde durch die Anlage der Polder Wieringermeer und in der Provinz Flevoland zum heutigen IJsselmeer halbiert. Das IJsselmeer ist heute das größte Süßwasserreservoir und der größte Erholungssee der Niederlande. Heeg trennt nur eine Schleuse mit Brücke am Deich bei Stavoren vom IJsselmeer. Die Elf-Städte-Stadt ist knapp 2 Stunden mit dem Boot zu erreichen.
Deiche, Schleusen, Schöpfwerke und der Mangel an Lebensraum waren seit 1932 für den Niedergang der nordniederländischen Aalstadt verantwortlich. Die Versüßung der Zuiderzee war für die Aale allerdings kein Problem, denn diese leben sowohl in Salz- als auch Süßwasser.

Palingroken met boer Ygram Ykema uit Sandfirden.
Allräuchern mit Bauer Ygram Ykema aus Sandfirden.


Holzbaumuseum De Helling
1938 wurde der Heeger Aalhandel mit England eingestellt. Nachdem der letzte originale Aalkahn 1945 abgewrackt wurde, schien auch unter dem lebhaften Schiffbau in Heeg ein Schlussstrich gezogen worden zu sein. Begeisterungsfähige Einheimische haben jedoch dafür gesorgt, dass ihr nautisches Kulturerbe erhalten bleibt. Im Holzbaumuseum De Helling am It Eilân in Heeg wurde ein echter Aalkahn aus Holz ganz traditionsgemäß nachgebaut.

Räucheraal als Delikatesse
Heeg ist ein Mekka für Liebhaber von Traditionsseglern und Räucheraal. Die Aale haben immer ihren Weg nach Friesland gefunden - trotz Deichbau, Einpolderung und Schleusen. Und deshalb kann man heute am Rand des Dorfes, direkt am Heegermeer (ein Gletschertal aus der Eiszeit) noch heute diese seltene Delikatesse genießen.

Internationaler Wassersport
Die wirtschaftliche Bedeutung von Aal ist für Heeg heutzutage nahezu null. Die rund 2.000 Einwohner des Ortes sind heute vor allem in den Bereichen Bootsbau, Bootsvermietung, Bootshandel und Gütertransport aktiv - noch immer in internationalem Rahmen. Segel- und Motorjachten aus Heeg, von klassisch bis modern, aus Stahl und Polyester sieht man in ganz Europa. 

Friese meren project

Historische Wasserwege verbinden Seen mit malerischen Städtchen, Dörfern und Naturgebieten

Friese Meren: Der Ferienpark Europas

Im Gebiet “Friese Meren” (friesische Seenplatte) in der niederländischen Provinz Friesland (Fryslân auf Friesisch) bilden Dutzende großer und kleiner Seen sowie zwei ehemalige Binnenmeere - das IJsselmeer und das Lauwersmeer - ein dichtes Netz von Wasserwegen.

Het Heegermeer (Hegemer Mar). Op de voorgrond bungalowpark De Pharshoeke in Heeg. Foto: De Pharshoeke, Heeg.
Das Heegermeer (Hegemer Mar). Im Vordergrund der Bungalowpark De Pharshoeke in Heeg. Foto: De Pharshoeke, Heeg.

Die Friese Meren sind ein weltweit einzigartiges Urlaubsgebiet mit vielen Kanälen und Fahrradwegen, die dem Urlauber zur Verfügung stehen; ein Gebiet mit hunderten Rundwegen oder schleifenförmige Routen, sauberem Wasser und frei zugänglichen Sandstränden. Nirgendwo auf der Welt genießen Kitesurfer, Fahrradfahrer, Segler, Wanderer und Motorbootfahrer so intensiv Sonne, Wind und Wasser.

Das friesische Wasserland ist ein äußerst preiswertes Urlaubsziel: Nirgendwo in Europa können luxuriöse Schaluppen, Motor- oder Segeljachten derart preisgünstig gemietet werden, für die man zudem bis zu einer Länge von 15 Metern und einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern keinen Bootsführerschein benötigt! Und außerdem gibt es hier Anlegemöglichkeiten im Überfluss in Dörfern, Städten oder in der Natur.

Erstaunlich

Het Tjeukemeer vanaf een parkeerplaats aan de A6 tussen Lemmer en Joure. Foto: Albert Hendriks, Friesland Holland Nieuwsdienst.
Blick auf das Tjeukemeer vom Parkplatz an der A6 zwischen Lemmer und Joure aus. Foto: Albert Hendriks, Friesland Holland Pressedienst.

An einem Picknicktisch am Ufer eines friesischen Sees kann man Boote, die so klein wie Nussschalen sind, aber auch eindrückliche Segelklipper erblicken. Manchmal taucht sogar ein Kreuzfahrtschiff auf, wie man es normalerweise eher auf dem Rhein sieht. Die Friese Meren sind ein internationales touristisches Highlight. Es gibt genug Wasserwege und Liegeplätze für jedes Boot, damit die Passagiere die Schätze der Provinz Fryslân, wie z.B. die berühmten mittelalterlichen Elf Städte, bewundern können.

Alle Seen sind miteinander durch gut befahrbare Flüsschen, Kanäle und Grachten verbunden. Bootsurlauber können zwischen schleifenförmigen Routen oder großen Rundstrecken wählen, wie z.B. die 200 km lange und jahrhundertalte Elfstedenroute oder die Turfroute.

Ein Großteil der Seen eignet sich ausgezeichnet für kleine und große Segelboote. Auf dem Sneekermeer findet in jedem Jahr die größte Segelregatta auf europäischen Binnengewässern statt: die „Sneekweek“ (Sneekwoche).

Auf einigen Seen gibt es Schnellfahrzonen, etwa für den Wasserski- und Wakeboard-Sportler. Bei Kitesurfern aus vielen Ländern steht die wind- und strandreiche IJsselmeerküste ganz oben auf der Liste der Hotspots.

Die Friese Meren sind nicht tief: im Durchschnitt etwa zwei Meter. Sie sind nicht nur ein Eldorado für Liebhaber des Wassersports, sondern auch für Sportangler.

Urlaub am Wasser

Overal in Friesland kun je je boot afmeren, zoals hier voor hotel-restaurant-jachthaven Galamadammen aan de Morra bij Koudum. Foto: Albert Hendriks, Friesland Holland Nieuwsdienst.
Überall in Friesland können Boote angelegt werden, wie z.B. hier vor dem Hotel-Restaurant-Jachthafen Galamadammen am See De Morra bei Koudum. Foto: Albert Hendriks, Friesland Holland Pressedienst.

Die Gemeinden und die Provinzverwaltung haben auch an die Fahrradfahrer und Wanderer gedacht: Speziell für sie wurden überall am Ufer entlang wunderschöne Wege angelegt. An verschiedenen Stellen gibt es Vogelbeobachtungshütten oder Aussichtspunkte mit Bänken, z.B. am Rode Klif bei Stavoren. An jedem See liegen malerische Dörfchen, kleine Bungalowparks, Campings, Hotels und Restaurants, die perfekt in die Natur oder Ortschaft eingebettet sind.

Sogenannte Umsteigeplätze, spezielle Anlegestege also, bieten dem Bootsurlauber die Möglichkeit, das Land mit dem Fahrrad zu erkunden. Viele Bootsmieter haben auch Mietfahrräder an Bord, um noch mehr erleben zu können. Alle Sehenswürdigkeiten Frieslands befinden sich nämlich am oder in der Nähe des Wassers.

Entstehungsgeschichte
Die Entstehung der Friese Meren hat verschiedene Ursachen: Stürme haben ganze Stücke Moorgrund weggefegt, aber auch Moorbrände, Entwässerungsmaßnahmen für die Landwirtschaft, Torfabbau oder das Schließen eines Meeresarms mit einem Deich zum Schutz gegen Überschwemmung haben Seen entstehen lassen.

Gletschertal
Die Seen Heegermeer, De Fluessen und De Morra im Südwesten Frieslands haben einen länglichen Boden aus Geschiebelehm, der vor 238.000 bis 128.000 Jahren von einem Gletscher gebildet worden ist. Damals ragte das skandinavische Landeis bis in die Mitte der Niederlande. Das Polareis hat im Südwesten Frieslands eine Talmulde ausgeschliffen, es entstand ein echtes Gletschertal!
Die drei Seen waren, genau wie die frühere Zuiderzee (jetzt: IJsselmeer), während einer späteren warmen Periode dicht mit Bäumen und Pflanzen bewachsen. Dadurch bildete sich eine meterdicke Moorschicht, die teilweise von Stürmen in das Meer geblasen wurde. Es gab damals noch keine Deiche, die das Land vor dem immer weiter steigenden Wasser schützen konnten. Erst zwischen den Jahren 1000 und 1300 begannen Mönche in Friesland mit dem Bau von Deichen. Der älteste Deich ist der Slachte, eine Kette von kleinen Polderdeichen mit einer Länge von 42 km, die sich vom nordfriesischen Oosterbierum bis hin zu Raerd zwischen Sneek und Grou erstreckt. Diese Deichkette, inzwischen ein kulturhistorisches Monument, ist eine sehr beliebte Naturwanderstrecke mit der Länge eines Marathons.

Moor

Het skûtsjesilen stamt uit de tijd van de Segelnde vrachtvaart met platbodemschepen (skûtsjes). Foto: Narelle Hofstra, Grou.
Das Skûtsjesilen stammt noch aus der Zeit des Frachttransports mit Plattboden-Segelschiffen (Skûtsjes). Foto: Narelle Hofstra, Grou.

Die ehemaligen Inseln Schokland (UNESCO Welterbe) und Urk, die sich im 1942 trockengelegten Nordostpolder befinden, lagen bis zum Jahr 1450 nach Christus in einem großen torfreichen Moor. Ganz Friesland bestand damals zum größten Teil aus einer sumpfigen Wildnis. Nachdem der Torfboden in Ackerboden umgewandelt worden war — durch die Entwässerung schrumpfte das Moorland — und Torf abgebaut wurde, bildeten sich in den tieferliegenden Teilen Frieslands weitere Seen. Torf war von 1000 bis 1900 der wichtigste Brandstoff der Niederlande. Ost-Friesland (De Alde Feanen, Turfroute-Region) war der größte Torflieferant. Die Skûtsjes (Plattbodenschiffe), die früher für den Torftransport zu den Städten im Westen der Niederlande benutzt wurden, kann man noch immer fast täglich als lebendiges historisches Erbe auf den friesischen Seen segeln sehen. Der Begriff „Skûtsjesilen” wird heutzutage für eine Reihe von Segelwettkämpfen und Freizeitvergnügen für Gruppen verwendet; vor einigen Jahrhunderten bezeichnete man damit allerdings das harte Geschäft der Frachtschifffahrt.

Neue Seen

Kitesurfen op het IJsselmeer voor de kust van Gaasterland (Mirns). Foto: Albert Hendriks, Friesland Holland Nieuwsdienst.
Kitesurfen auf dem IJsselmeer vor der Küste von Gaasterland (Mirns). Foto: Albert Hendriks, Friesland Holland Pressedienst.

Einige kleine Gewässer sind durch Moorbrände entstanden, die meisten friesischen Seen waren jedoch früher Sumpfgebiet. Es gibt auch neue friesische Seen, z.B. das Lauwersmeer: Dieser See entstand 1969, als das Binnenmeer Lauwerszee von der Waddenzee durch einen Deich abgetrennt wurde. 2003 wurde aus dem alte Meeresarm, dem Dokkum früher den Status eines Meerhafens verdankte, ein offizieller Nationalpark. Auch die kleineren Gewässer um Earnewâld herum, z.B. der Princenhof, bilden zusammen einen Nationalpark (2006). Das Seengebiet im Südwesten Frieslands gehört zur „Nationaal Landschap Zuidwest Fryslân“ (2005). Das IJsselmeer, ein teilweise friesischer Binnensee, entstand 1932 durch die Fertigstellung des Abschlussdeichs.


Das friesische Seengebiet
Nachfolgend eine Liste der bekanntesten friesischen Seen in alphabetischer Reihenfolge. In Klammern steht jeweils der friesische Name. Der größte See ist das IJsselmeer (Binnensee), an zweiter Stelle steht das Tjeukemeer.

Stavoren, één van de Friese Elf Steden, is een populair watersportcentrum aan het IJsselmeer en één van de invalspoorten van Friesland. Foto: Skips Maritiem, Marina Stavoren Buitenhaven.
Stavoren, eine der historischen friesischen Elf Städte und ein sehr beliebtes Wassersportzentrum am Ijsselmeer, ist gehört zu den vielen Zugangshäfen Frieslands. Foto: Skips Maritiem, Marina Stavoren Buitenhaven.

Bergumermeer (Burgumer Mar)
Brandemeer (Brandemar)
Eeltjemeer (Eeltsjemar)
Fluessen (Fluezen)
Goëngarijpsterpoelen (Goaiïngarypster Puollen)
Groote Brekken (Grutte Brekken)
Groote Wielen (Grutte Wielen)
Grote Gaastmeer (Grutte Gaastmar)
Heegermeer (Hegemer Mar)
Holken, De
Idskenhuistermeer (Jiskenhúster Mar)
Idzegaasterpoel (Idzegeaster Poel)
Koevordermeer (De Kûfurd)
Langweerderwielen (Langwarder Wielen)
Lauwersmeer (Lauwersmar)
Leijen, De (De Leien)
Morra (De Morra)
Nannewijd (Nannewiid)
Oudegaasterbrekken (Aldegeaster Brekken)
Oudhof (Aldhôf)
Pikmeer (Pikmar)
Ringwiel
Slotermeer (Sleattemer Mar)
Sneekermeer (Snitser Mar)
Terhernstermeer (De Hoarne)
Terhernsterpoelen (Terhernster Puollen)
Terkaplesterpoelen (Terkaplester Puollen)
Tjeukemeer (Tsjûkemar)
Vlakke Brekken (Flakke Brekken)
Witte Brekken (Wite Brekken)
IJsselmeer (Iselmar)
Zandmeer (Sânmar)
Zwarte Brekken (Swarte Brekken)

Friese Meren Route vaar- en fietsarrangementen: www.frieslandhollandtravel.de